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Geschichte der Alten Kirche

Die Geschichte der alten Kirche in Niedereisenhausen

nach einem Aufsatz von Angus Fowler (2013)

9. bis 11. Jahrhundert

Nachrichten über die frühmittelalterliche Geschichte Niedereisenhausens sind nicht vorhanden.

In karolingischer Zeit (8./9. Jh.) wird der Perfgau – wohl ein kleines Verwaltungsgebiet bzw. eine Region und Teil des größeren oberen Lahngaues – genannt. 913 schenkte der Priester Guntbald umfangreichen Besitz in Breidenbach und Klein-Gladenbach an das – kurz zuvor – 912 vom deutschen König Konrad I., Graf im Lahngau und im Hessengau (aus der Familie der sogenannten Konradiner), gestiftete Walpurgisstift in Weilburg/Lahn.

Wahrscheinlich  bei seiner Ausstattung durch den König hatte das Weilburger Walpurgisstift eine  bereits in Breidenbach vorhandene Eigenkirche, später Pfarr- und Mutterkirche dieses Gebietes erhalten.

Der Priester Guntbald behielt die lebenslängliche Nutzung seines Besitzes und erhielt vom Walpurgisstift im Tausch für seine Schenkung die Breidenbacher Kirche.

Zum Sprengel dieser großen Mutter- bzw. Urpfarrei gehörten offensichtlich auch die Siedlungen bzw. Dörfer Nieder- und Obereisenhausen und Steinperf.

Die Kirche in Niedereisenhausen selbst entstand ursprünglich wohl in Zusammenhang mit der nahe gelegenen Furt über die Perf an einem wichtigen Straßenknotenpunkt. Später entwickelte sich die Siedlung hier im Tal und im Überschwemmungsbereich der Perf zum größeren Ort, auch als Sitz des Hoch- bzw. Blutgerichts Eisenhausen.

Dies könnte darauf deuten, dass die Kapelle bzw. Kirche in Niedereisenhausen älteren Ursprungs ist, vielleicht schon eine Filialkapelle der 913 erwähnten Eigenkirche, der Mutter- bzw. späteren Pfarrkirche in Breidenbach war, und dass nach Verselbständigung der Pfarrei Eisenhausen (um 1103 oder später?) die neue Pfarrkirche von Eisenhausen dann im sicheren höher und hochwasserfreien Obereisenhausen gebaut wurde.

Im späten 10. Jh., vor allem 993, kam das Stift Weilburg mit seinem Besitz in Oberhessen durch Schenkung der Könige/Kaiser Otto II. und Otto III. an das Bistum Worms.

Dessen Bischof Burchard (im Amt 1000 – 1025), vorher kaiserlicher Kaplan und Kanzleischreiber, stammte nach Aussage seiner Lebensbeschreibung aus (Ober-)Hessen, wo er Besitz im heutigen Bereich von Frankenberg bzw. Haina hatte. Er gehörte möglicherweise zur Verwandtschaft der Vorfahren der späteren Grafen von Ziegenhain-Reichenbach.

11. bis 12. Jahrhundert

Vögte des Wormser Domstiftes im 11. und frühen 12. Jahrhundert waren die Grafen Werner, auch Grafen in Hessengau, seit etwa 1124 die Grafen von Nassau, später der Dillenburger Linie, die hier im oberhessischen Hinterland umfangreiche Rechte – wohl aus ehemaligem Wormser Besitz stammend – besaßen.

Nach einer auf 1103 datierten Urkunde hatte der freie, wohl adlige Herr Meginher auf seinem Eigengut in Eisenhausen (Ober- bzw. Niedereisenhausen) eine Kapelle gegründet.

Unter Mitwirkung des zuständigen Graf Diemo wie auch des Grafen Werner trennte der Erzbischof Ruthard von Mainz als zuständiger Diözesan-Bischof und oberste kirchliche Autorität diese Kapelle von der Mutterpfarrei Breidenbach ab und erhob sie zur Pfarrkirche für Ober- und Niedereisenhausen und Steinperf, die damit zum ersten Male genannt werden. Die Einweihung der neuen Pfarrkirche in Eisenhausen nahm der Bischof von Paderborn wahr.

Nach Untersuchungen des Marburger Archivars Wolfhard Vahl (in Zusammenhang und in Folge der 900-Jahrfeier der angeblichen Erstnennung Eisenhausens 2003) muss die o.g. Urkunde heute als Fälschung des frühen 13. Jahrhunderts, vielleicht aber mit echtem Kern unter Verwendung von Urkunden von 1103 und 1106, angesehen werden.

Die gefälschte Urkunde wurde jedoch mit einem offensichtlich echten Siegel eines (ungenannten) Propstes des Stiftes St. Stephan in Mainz versehen.

13. bis 14. Jahrhundert

Vor der Reformation gehörte die Pfarrei Eisenhausen als Teil des Dekanats Breidenbach zum Archidiakonat des Stiftes St. Stephan in Mainz mit Sitz in der Martinskirche auf der Kesterburg/Christenberg.

Die Patronatsrechte bzw. Kirchsatz (mit dem Recht einen Geistlichen dem Archidiakon zur Ernennung als Priester vorzuschlagen) und die Zehnten der Pfarrei Eisenhausen bzw. ihrer Orte befanden sich im späten Mittelalter wie auch die Gerichtsrechte sowie Mühlenbesitz als Lehen der Grafen von Nassau-Dillenburg u.a. im Besitz der Familien von Selbach, Bicken, Hohenfels, Döring, Dernbach und Breidenbach.

Die gefälschte Urkunde befand sich vielleicht zeitweise im Besitz des um 1230 von Kloster Arnstein/Lahn gegründeten Prämonstratenser-Stiftes Keppel bei Hilchenbach im Siegerland, das einige Besitzrechte in Oberhessen in der Umgebung Niedereisenhausens und Breidenbachs hatte, später aber im „Alten Dillenburger Archiv“ der Grafen von Nassau-Dillenburg, heute im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.

Der Zweck der Fälschung ist nicht ersichtlich, vielleicht ging es um Patronatsrechte oder kirchliche Befugnisse im Zusammenhang mit der Ausstattung des Klosters Keppel u.a. durch den Grafen von Nassau. Auf jeden Fall war es möglich, die Besiegelung der Fälschung ohne Beanstandung durch den Propst des Stiftes St. Stephan in Mainz zu besorgen.

Spätestens zur Zeit der o.g. Fälschung, also im frühen 13. Jh., bestanden wohl schon die Orte Ober- und Niedereisenhausen und Steinperf (die sicherlich ohnehin alle viel älter sind) und die Kapelle in Eisenhausen, wohl nunmehr als Pfarrkirche, im hochwasserfreien, höher gelegenen Obereisenhausen, deren spätromanischer Chorturm im Osten im 12. bzw. 13. Jahrhundert errichtet wurde.

Ein Priester (Pleban) wird erst – ohne genauere Namensnennung – 1280/1281 erwähnt, erst namentlich 1369 – 1387 der Pfarrer Heinrich von Eifa.

Die Kirche in Niedereisenhausen selbst bestand wohl spätestens im 13. Jahrhundert. Nachrichten über den Bau der Kapelle in Niedereisenhausen im Mittelalter sind nicht vorhanden. Das Mauerwerk vom Schiff der Kapelle dürfte wohl vom mittelalterlichen Bau stammen. Der Eingang  war ursprünglich – wie noch heute sichtbar ist – im Westen. Die Kapelle ist von Südwesten nach Nordosten ausgerichtet.

Ausgrabungen 1989/90 ergaben, dass die Kirche evtl. seit dem späten 13. Jh./frühen 14. Jh. nach dem Vorbild der Marburger Elisabethkirche einen leicht eingezogenen, polygonalen Abschluss um den Altarbereich im Osten hatte, vielleicht auf der Stelle eines Vorgängerbaues mit einer halbrunden, tief gestelzten  Apsis.

Ein Chorturm im Osten ist vom archäologischen Befund her nicht nachzuweisen, ein Turm im Westen der Kirche – zumindest nach dem Befund des mittelalterlichen Eingangs im Westen – nicht vorstellbar.

Anhaltspunkte zu einer genaueren Datierung der mittelalterlichen Kapelle gibt es  nicht.

16. Jahrhundert

Aus dem Mittelalter stammt vermutlich der heute noch vorhandene Altarblock (mit Sandstein-Mensa, vielleicht aus dem 16. Jh.), hinten mit Einlass für einen Reliquienbehälter.

Entdeckt wurde im Raum zwischen dem Altar und dem heutigen Eingang an der Südseite die Bestattung eines kleinen Kindes auf einem Brett, gestorben im Alter von weniger als drei Monaten. Eine zeitliche Einordnung dieser Bestattung war allerdings nicht möglich.

Nach dem Befund bzw. der Stratigraphie der Schichten dürfte sie wohl noch mittelalterlich bzw. vorreformatorisch einzuordnen sein.

Wie wir allerdings aus anderen Orten (z. B. Bellnhausen bei Gladenbach) aus Schriftquellen wissen, wurden ungetaufte Säuglinge und Kleinkinder noch im 17. und frühen 18. Jh. innerhalb von Kapellen begraben, bis dieser „Missstand“ durch Anlage von Friedhöfen beseitigt wurde.

Nach Überlieferung des Kirchensalbuches von 1741 bestand zwar in Niedereisenhausen um die Kapelle ein Kirchhof, umgeben mit einer Hecke anstelle einer festen Mauer. Dieser war aber für Bestattungen nicht mehr benutzt und für 21 Albus 3 Pfennig jährlich an Nachbarn „verlehnt“ (verpachtet).

Aus dieser Pacht ist – offensichtlich ohne einen heute bekannten Rechtsakt – für die Nachbarn ein Eigentum geworden. Auf dem Kirchhof wurde bereits 1699 eine Scheune errichtet.

17. Jahrhundert

Bei der Generalvisitation 1628 wurde über Schäden durch Überschwemmung eines Wassergrabens und sonst der schlechten baulichen Zustand der Kapelle geklagt.

Direkte Schäden durch Auswirkungen des 30jährigen Krieges (in Hessen besonders schlimm 1636-1640 und nochmal 1645-1648) sind nicht bekannt, aber bei fehlenden Reparaturen und Unterhaltung wird der bauliche Zustand sich deutlich verschlechtert haben und die Kirche verfiel.

Erst rd. 10 Jahre nach Ende des 30jährigen Krieges konnte die lange anstehende Erneuerung der Kapelle erfolgen: Um 1657 bis 1663 erfolgte nach Auskunft der Kirchenrechnungen (bestätigt auch durch dendrochronologische Datierung der Jahresringe mehrerer konstruktiver Holzteile) die Wiederherstellung der Kapelle mit Hilfe einer durch die Landgrafen von Hessen-Darmstadt als Landesherren und des Konsistoriums in Giessen als kirchliche Oberbehörde genehmigten Kollekte, mit Mitteln des Kirchenkastens und mit Holzlieferungen sowohl des Landgrafen wie auch der Grafen von Nassau-Dillenburg.

Anstelle des zu vermutenden mittelalterlichen steinernen Oberbaues vom Kirchenschiff (vielleicht mit kleinem Obergaden-Fenster) wurde – um Raum für Emporen (wegen Geschlechter-Trennung und wieder ansteigender Einwohnerzahl!) und bessere Lichtverhältnisse zu schaffen – ein Fachwerk-Obergeschoss aufgesetzt, auf der Südseite mit Fachwerk-Motiven, die häufiger in dieser Zeit vor allem  im Lahn-Dill-Bereich (z. B. um 1660 in Hohenroth) vorkommen.

Besonders eindrucksvoll ist die offenbar ursprünglich sichtbare Fachwerkkonstruktion des – allerdings als Wetterseite bald verkleideten -West-Giebels, ebenfalls aus dieser Zeit. Der ausführende Zimmermann war wohl der Meister Martin aus Gönnern.

Die Emporen auf den West-, Nord- und Südseiten haben unterschiedliche Brüstungsteile, die u.a. aus der Bauzeit um 1659, um 1685 und 1751 stammen.

Das Dach des erneuerten Kirchenbaus hatte auf Grund der geringen Finanzlage, wie viele andere Kirchen, insbesondere Fachwerkbauten, zunächst nur eine 1667 erwähnte Strohdeckung.

1663 wurden schon der Westgiebel und vielleicht der Dachreiter, damals und noch 1805 als Turm bezeichnet, verschiefert.

18. Jahrhundert

Spätestens 1728 war dann das Dach auch verschiefert. Der damals wohl vorhandene Dachreiter hatte offensichtlich 1657 bereits zwei Glocken: Eine davon stammt nach einigen Autoren aus dem Jahr 1621, diese Angabe kann aber nicht als sicher gelten!

Eine dieser Glocken wurde 1662 durch eine neue aus Bronze ersetzt, die andere (von 1621?) wiederum durch eine 1789 von Friedrich Wilhelm Otto in Gießen gegossene Glocke.

1771 und 1805 waren zwei Glocken vorhanden. Ein Uhrwerk bestand spätestens 1744.

Um 1800 besorgte Jakob Welsch (und lange vor ihm seine Vorfahren) das Läuten der Glocken (gegen Befreiung von bestimmten Frondiensten wie Botengehen und Brieftragen) und das Uhrstellen eine Person namens Stöcker (gegen Benutzung eines Stücks Gemeinderasens).

Nach dem Tod dieser beider Personen habe der Tag- und Nachtwächter das Läuten und Uhrstellen übernommen (gegen Benutzung des Stückes Gemeinderasens). Er war nämlich auch Viehhirte und ließ offensichtlich häufig seine Kinder („eine ganze Haufen Buben“) die Uhr stellen, die dabei dann „allerlei Unfug“ in der Kirche verübten.

Selbst beim „Geläute bei Leichen“ musste der Kirchenschlüssel bei ihm auf dem Felde geholt werden, so dass „große Unordnung“ entstand.

Ein Versuch, den bekanntlich schlecht bezahlten örtlichen Lehrer mit dem Läuten und Uhrstellen zu beauftragen, scheiterte an der fehlenden Bereitschaft, ihn dafür in ausreichend angemessener Weise zu belohnen.

Um 1730 und 1765 gab es Bestrebungen zu weiteren Baumaßnahmen bzw. Reparaturen, sogar 1733 mit einer Kollekte zur Finanzierung, die offenbar aber zu keiner größeren Baumaßnahme führten.

Um 1730 erfolgten Dachdeckerarbeiten, die Wände innen wurden weiß gestrichen. 1751 wurde die Treppe innen in der Südostecke der Kirche zu den Emporen durch das angebaute Treppenhaus außen an der Südseite der Kirche ersetzt.

Die Butzenscheiben im Fenster zwischen Kirchenraum und Treppenhaus stammen wohl aus dieser Zeit.

Die Kanzel entstand laut Inschrift 1730 noch mit spätgotischen Maßwerkformen, die dem ehemaligen Chorgestühl der Pfarrkirche Obereisenhausen, heute im Hinterland-Museum auf der Burg in Biedenkopf, aus dem Jahr 1613 sehr ähnlich sind.

1741 bestand laut Kirchensalbuch noch kein Gestühl, sondern „die Leute stehen wie sie können“. Bänke und Kirchengestühl wurden 1750/51 und 1766 angeschafft.

1767 und 1769 werden neue Pfarrstühle erwähnt. Ein Kirchenstuhl hat die Inschrift „1770 H. P. A. R. Scheffer“.

Die Nutzung der Niedereisenhäuser Kapelle war offensichtlich schon seit Jahrhunderten relativ  gering, denn laut Kirchensalbuch von 1741 wurde nur vier Mal in dieser Filialkirche im Jahr ordentlich gepredigt, und zwar am dritten Tag der hohen Kirchenfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

Zu diesen Gottesdiensten sollten auch die Einwohner von Gönnern, Obereisenhausen und Steinperf erscheinen. Kirchweih (Kirmes) fand am Sonntag Trinitatis statt. Zur Predigt an diesem Tag brauchten aber die Einwohner von Gönnern nicht zu erscheinen, allerdings die von Obereisenhausen und Steinperf.

Nach altem Brauch musste einer aus der Gemeinde, reihum, dem Pfarrer und dem Opfermann (Küster) eine Mahlzeit geben.

Die Baukosten wurden aus dem Kapellen-Kasten bestritten und falls dies nicht ausreichte, kam die Gemeinde (Niedereisenhausen) dafür auf.

Um 1771 wurden „die drei Feiertage allesamt den Apostel-Tagen“, d.h. insbesondere Niedereisenhausen betreffend: den dritten Weihnachtstag, den dritten Ostertag und den dritten Pfingsttag von der weltlichen Obrigkeit, d.h. durch die Landgrafen von Hessen-Darmstadt abgeschafft.

Als Gottesstrafe hierfür wurde ein schwerer Blitzeinschlag in den Dachreiter und in das Dach der Kirche am 5. Mai 1771 empfunden. Dabei stürzten beide Glocken herunter, sie konnten aber gerettet werden.

Mit Hilfe einer Kollekte und mit Mitteln des Kirchenkastens und der Gemeinde (damals kirchlich und zivil noch eins) wurden 1772 der Dachreiter und das Dach unter Verwendung älterer Holzteile wiederhergestellt und wohl auch der östliche Abschluss (Altarraum) ganz neu in Fachwerk auf einem massiven Sockel wieder errichtet.

Vielleicht wurde schon damals die Kirche zeitgemäß (noch in der Rokokko-Zeit!) verputzt und gestrichen.

1780 bis 1783 wurde die Kirche innen renoviert, die Wände weiß gestrichen, 24 neue Fensterscheiben geliefert. Ein Zweisitz ist 1797 datiert, die Totenbahre 1815.

19. Jahrhundert

1851, 1853 und 1855 wurden Reparaturen am Uhrwerk vorgenommen. Das ältere Uhrwerk aus dem 18. Jh. (vor 1744 oder nach 1771?) ist heute noch vorhanden, ein neues wurde 1913 von der Firma Weule in Bockenem geliefert und ist noch heute (wieder) funktionsfähig.

1805 gab es laut Inventar neben 5 „Mannsbühnen“ d. h. Emporen, auch unten im Schiff 13 „Weibsbänke“, einen weiteren Emporenteil, das Treppenhaus mit Zugang zur Empore mit Tür (mit Schnappschloss), den Pfarrstand (vielleicht der neue Pfarrstuhl von 1769) mit hölzernem Gitter, darin ein zweisitziger Stuhl, im Turm die Uhr und zwei Glocken.

1828 wurde wegen Baufälligkeit der Ersatz des Mauerwerks einer ganzen Seite mit drei neuen Fenstern mit Sandstein-Gewänden geplant aber nicht ausgeführt, das Mauerwerk nur ausgebessert.

1833 erhielt die Kirche einen neuen Eingang mit Sandstein-Rahmen und Tür auf der Südseite als Ersatz für den weggefallenen, verputzten alten Eingangs am Westende, im Chorraum wohl den heute vorhandenen Fußboden aus Sandsteinplatten.

Auch umfangreiche Weißbinderarbeiten wurden durchgeführt. 1839 – 41 wurde der Fußboden vom Kirchenschiff mit den heute noch gut erhaltenen Bruchsteinplatten verlegt.

20. Jahrhundert

Nachdem 1906 und 1912 der schlechte Zustand der Kapelle durch Ludwig Hofmann, Kirchenbaumeister beim 1867 für den neuen preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden eingerichteten Konsistorium in Wiesbaden, beklagt wurde, erfolgte 1913 eine gründliche Überholung und Reparatur.

Die Firma Weule/Bockenem-Harz lieferte ein neues, das heutige Uhrwerk mit Zifferblatt. Der Dachreiter wurde wieder verschiefert.

Am 2. Juli 1916 traf ein Blitzschlag wieder den Dachreiter und das Dach. Danach erfolgten wohl die letzten größeren Instandsetzungsarbeiten bis zur Außenrenovierung der Kirche 1981-83.

1917 wurde die Glocke von 1789 für den Kriegsbedarf abgeholt. 1925 wurden dann als Ersatz zwei Stahlglocken von der Firma Rincker/Sinn geliefert. Heute hängen die Glocke von 1662 und die Stahlglocken von 1917.

Bis etwa 1960 fanden in der Kirche Gottesdienste noch am Sonntag Trinitatis und am Jakobustag statt. Bereits seit 1955 fanden Gottesdienste auch im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft statt. Bis 1981 gehörte die Kapelle einschließlich des Läuterechtes mit den drei heute vorhandenen Glocken zur politischen Gemeinde Niedereisenhausen (nach 1974 Gemeinde Steffenberg).

Schon 1928-30 war die Kapelle durch Pläne für den Abbruch und Neubau an anderer Stelle gefährdet und zwar in Zusammenhang mit dem Saalneubau für die Gastwirtschaft vorne an der heutigen Schelde-Lahn-Straße des damaligen Gastwirtes Heinrich Becker und dessen Wunsch Fenster anzubringen.

Obwohl der Kirchbaumeister Ludwig Hofmann noch 1919 von der „durchgreifenden Herstellung“ der Kapelle berichtet hatte, war er nunmehr bereit, die Kapelle aufzugeben und Pläne für einen Neubau an anderer Stelle zu entwickeln.

Glücklicherweise für uns heute fehlte in der Zeit der Wirtschaftskrise von 1929-31 jegliche Finanzierungsmöglichkeit, die Pläne konnten nicht verwirklicht werden und die Kapelle blieb stehen.

Nachdem die Kirche jahrelang außer zum Läuten der Glocken ohne Nutzung gestanden hatte, entstanden um 1979 Pläne der Evang. Kirche in Hessen-Nassau, unterstützt durch das Landesamt für Denkmalpflege Hessen, nach Aufgabe der Kirche durch die Gemeinde Steffenberg sie in den Vogelsberg zur Nutzung durch eine Kirchengemeinde dort zu versetzen. Nicht viel der originalen Bausubstanz außer einigen Holzteilen wäre bei einer solchen Versetzung erhalten geblieben.

Der Förderkreis Alte Kirchen e.V. (Marburg), der 1973 zur Rettung gefährdeter Kirchen gegründet wurde, setzte sich für den Erhalt der Kirche an ihrem  angestammten Platz in Niedereisenhausen ein.

Schon mit der Freilegung des schönen Fachwerks der alten Kirche 1979 in Rahmen von Sicherungsmaßnahmen (als Vorbereitung für die mögliche kommende Versetzung) konnte die örtliche Bevölkerung wegen des erheblich besseren Anblickes für die Erhaltung am Ort gewonnen werden.

Bei einer Versammlung 1980 mit Vertretern der Landeskirche und dem damaligen Landeskonservator Dr. Gottfried Kiesow wurden die praktisch schon bereits beschlossenen Pläne zur Versetzung der Kirche von der örtlichen Bevölkerung zurückgewiesen, sie wollte ihre alte Kirche behalten und nicht aufgeben.

1981 übernahm der Förderkreis Alte Kirchen zu ihrer Rettung und Erhaltung das Eigentum an der damals sehr verfallenen und vernachlässigten alten Kirche von der Gemeinde.

Die Gemeinde behielt die Glocken und das Läuterecht mit der Pflicht zur baulichen Unterhaltung von Dachreiter, Glockenstuhl, Glocken und Uhrwerk.

1981 – 1983 führte der Förderkreis Alte Kirchen, unterstützt mit Zuschüssen von Land, Kreis und Gemeinde, die Außeninstandsetzung mit örtlichen Handwerksbetrieben durch. Dies führte zur wesentlichen Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes mit den damals vorhandenen Möglichkeiten und Techniken.

Danach war der Hauptschwerpunkt die Beseitigung der Feuchtigkeit im Chorraum. Nach eingehenden geologischen Untersuchungen durch M. Mag (damals Cölbe-Bürgeln) und Dr. Stefan Jentsch (Neustadt/Weinstraße), verbunden mit ausführlicher Archiv- und Bauforschung, dendrochronologischen und archäologischen Untersuchungen durch die Firma Historische Bauforschung/Frankfurt (F.M. Saltenberger und MGroßbach) 1989-91, konnte danach bis 1993 durch Ersatz einer nicht kapillar-brechenden Unterschicht, vermutlich aus dem 19. Jh., unter den Sandsteinplatten im Chorraum nunmehr mit kapillarbrechendem Sand und Kies die Feuchtigkeit mit Erfolg beseitigt werden.

Die schönen Sandsteinplatten aus dem frühen 19. Jh. im Altarraum konnten erhalten, gereinigt und getrocknet werden.

Seitdem ist die Kirche trocken – ein großer Fortschritt, der allerdings viel Kopfzerbrechen, Mühe und Einsatz gekostet hat. Ein Stromanschluss wurde hergestellt.

Geleitet wurden diese Arbeiten von Architekt Uwe Mittelstaedt (Hanau).

2001 ließ der Förderkreis Alte Kirche die Kirche durch den Altbau- und Denkmalservice (Potsdam/Fulda) auf den Bau- und Unterhaltungszustand komplett untersuchen bzw. inspizieren/kontrollieren. Es zeigte sich, dass die 20 Jahre alten Renovierungsmaßnahmen nicht nachhaltig genug durchgeführt wurden, der Westgiebel musste mit einer Planfolie vor eindringendem Regenwasser dringend geschützt werden, die Dachdeckung war undicht geworden.

Vorbereitet durch den Förderkreis hat dann die Gemeinde Steffenberg, verantwortlich für den Dachreiter und die Glocken, zur 900-Jahrfeier der Erstnennung Eisenhausens in der (inzwischen als gefälscht angesehenen) Urkunde von 1103, Glockenstuhl und Dachreiter von der Firma Rincker/Sinn reparieren und verstärken und ein elektrisches Läutewerk mit Schaltanlagen für die zwei Stahlglocken installieren lassen.

Die noch vorhandene Bronzeglocke des 17. Jahrhunderts kann zu Beerdigungen auch noch mit der Hand geläutet werden.

2002 wurden Zimmermannsarbeiten am Dach durchgeführt, 2007 unter Leitung des Architekten Franziskus Hartmann die Südseite des Daches erneuert mit Zuschüssen von Land, Kreis und Gemeinde.

2005 wurde eine neue Eingangstür nach alter Form hergestellt, da die alte Tür (von 1833?) stark beschädigt und nicht mehr reparierbar war.

In dieser Zeit wurde durch den Einsatz engagierter Bürger das  Uhrwerk des frühen 20. Jahrhunderts wieder gangbar, das Treppenhaus zur Empore durch Einbau einer neuen Treppe benutzbar gemacht und die wertvolle Kanzel von 1730 und andere Teile der Innenausstattung in die Kirche zurückgeführt.

Die historischen Darstellungen gehen zurück auf einen Aufsatz aus dem Jahr 2013 über die Geschichte von Angus Fowler M.A. Oxon  *1946 +2017, dem Mitgründer des Förderkreis Alte Kirchen e.V. (Marburg) und dessen langjährigem Vorsitzenden.

Literaturauswahl:

  1. M. Saltenberger/ M. Großbach, Bauhistorische Untersuchung – ehemalige Kirche in Niedereisenhausen (Frankfurt/Main 1991) ( mschr. Text beim Förderkreis Alte Kirchen und Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Marburg einzusehen)
  2. Bamberger, „Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit“/900 Jahre Kirchengeschichte in Obereisenhausen (Gladenbach 2007)

900 Jahre Dorfgeschichte/Niedereisenhausen – Obereisenhausen – Steinperf (Gladenbach 2003) insbes. S. 202 – 210

  1. Spieß, Unsere Glocken, in: Mitteilungen für Geschichte und Heimatkunde des Kreises Biedenkopf (= Hinterländer Geschichtsblätter) Jg. 10 (1917) Nr. 7 – 12 Spalte 392f.
  2. Immel, Die Kapelle zu Niedereisenhausen, Hinterländer Geschichtsblätter Jg. 52 (1973) S. 145 – 147

NN, Aus dem Kirchenbuch von Niedereisenhausen, Hinterländer Geschichtsblätter Jg. 54 (1975) S. 14 (= Chronik der Kirchengemeinde Obereisenhausen/Filialgemeinde Niedereisenhausen?)

  1. Schneider, Die Kapelle von Niedereisenhausen. Ein Beitrag zur Rettung eines besonderen Hinterländer Kulturgutes, Hinterländer Geschichtsblätter Jg. 58 (1979) Nr. 3
  2. Bamberger, Läuten und Uhrstellen in der Kapelle zu Niedereisenhausen im Jahre 1803, Hinterländer Geschichtsblätter Jg. 75 (1996) S. 39

W. Vahl, Über die Anfänge der Pfarrei in Eisenhausen, Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 110 (2005) S. 1-19

1973 bis 1982 – Abriss oder Versetzung

Die Chronik der Gemeinde Niedereisenhausen gibt Auskunft darüber, dass bis 1960 nur noch am Sonntag Trinitatis und am Jakobustag Gottesdienste in der Kirche stattfanden. Die Folge war ein zunehmender Verfall der Kirche.

Bereits am 18.6.1973 stellte die vor der Verwaltungs- und Gebietsreform gegründete neue Großgemeinde Steffenberg den Antrag an die Bauaufsicht des Landkreises Biedenkopf, die doch sehr vom Verfall gezeichnete Kirche abzubrechen. Ein gleichlautender Antrag erfolgte für die Kirche in Niederhörlen (die dann später im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach wieder aufgebaut wurde).

Am 22.04.1976 wurde der Antrag bei der Bauaufsicht erneuert und ein weiterer Antrag beim Hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Marburg gestellt, der das Ziel hatte, die alte Kirche in Niedereisenhausen abzubrechen.

Ende der 70iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts kam Bewegung in die Diskussionen um die Zukunft der alten Kirche, zumal die Bauaufsicht des Landkreises am 12.8.1977 die Gemeinde aufforderte, „unverzüglich die zur Absicherung des Gebäudes notwendigen Maßnahmen durchzuführen“. Daraufhin forderte die Gemeindevertretung am 27.9.1977 die evangelische Landeskirche auf, die baulichen Maßnahmen vorzunehmen mit dem Hinweis auf die Bauträgerschaft der Landeskirche. Sowohl der Bauausschuss als auch der Haupt- und Finanzausschuss unterstützten diese Forderung mit dem Hinweis, dass von der Gemeinde keine finanziellen Mittel für die Arbeiten ausgegeben werden sollten. Allerdings gab es eine breite Diskussion in der Bürgerschaft darüber und die Durchführung einer Bürgerversammlung über die Zukunft der Kirche.

Die Evangelische Landeskirche wies am 29.5.1979 in einem ausführlichen Brief darauf hin, dass  für die bauliche Unterhaltung weder eine gesetzliche noch eine vertragliche kirchliche Baulast vorhanden gewesen sei.

Die Diskussionen in der Gemeinde Steffenberg konzentrierten sich in Folge dieser Auskunft auf die Alternativen, die Kapelle abzureißen oder einer anderen, interessierten Kirchengemeinde zu verkaufen.

Der 1973 zur Rettung gefährdeter Kirchen gegründete Förderkreis Alte Kirchen schaltete sich intensiv im Jahr 1977 in die Diskussionen um die Erhaltung des wertvollen Gebäudes in Niedereisenhausen ein. Auch der Verein für Hessische Landeskunde, Marburg, sprach sich für die Erhaltung des wertvollen, ältesten Gebäudes in Niedereisenhausen aus.

Der Förderkreis Alte Kirchen e.V. (Marburg), setzte sich für den Erhalt der Kirche an ihrem  angestammten Platz in Niedereisenhausen ein. Schon mit der Freilegung des schönen Fachwerks der alten Kirche 1979 in Rahmen von Sicherungsmaßnahmen (als Vorbereitung für die mögliche kommende Versetzung) konnte die örtliche Bevölkerung wegen des erheblich besseren Anblickes für die Erhaltung am Ort gewonnen werden.

Der Förderverein führte auf eigene Kosten sofortige Sicherungsmaßnahmen durch, bei denen „interessante Fachwerkkonstruktionen ans Tageslicht kamen“.

Am 18.8.1979 stellte der Förderkreis Alte Kirchen e.V. Marburg bei der Gemeinde Steffenberg den Antrag auf „Übernahme der Fachwerkkirche in Niedereisenhausen“.

Die Evangelische Kirchengemeinde Nidda erneuerte am 22.8.1979 nochmals ihren Antrag auf Überlassung der Kirche, um sie in Nidda-Michelnau wieder aufzubauen und für kirchliche Zwecke nutzen zu können.

Am 25.08. 1979 fand eine Versammlung interessierter Bürger auf Einladung des Förderkreises in der alten Kirche statt. Anwesend waren etwa 20 Bürger, die Vertreter des Förderkreises, der Schlossverein Biedenkopf und der Bürgermeister sowie einige Mitglieder aus Gemeindevorstand und Gemeindevertretung. Der Förderkreis wies auf die kultur- und kirchengeschichtlich wichtige Funktion der Kirche hin, gleichzeitig stand das Übernahmeangebot der Gemeinde Nidda zur Diskussion. Die Vertreter der politischen Gemeinde kritisierten ein fehlendes Nutzungskonzept, dennoch bestand Einigung, die unterschiedlichen Interessen nochmals in den politischen Gremien zu diskutieren.

Zur Bürgerversammlung gab es einen Aufruf des Bürgers Heinrich Köhl zur Erhaltung der Kirche: „Wonach fremde Menschen begehrlich greifen, muss uns erst recht erhaltenswert im eigenen Dorf sein.“ Am 28.9.1979 fand eine weitere Bürgerversammlung statt, in der die beiden Konzepte für die Erhaltung der Kirche ausführlich diskutiert wurden. Der Gemeindevorstand zog eine skeptische Bilanz betreffend der Erhaltungswünsche aus der Bevölkerung. Man sei der Auffassung, dass die Kirche im Dorf bleiben solle, aber dafür tun wolle man nichts, so der Eindruck der politischen Vertreter.  Schließlich beschloss der Gemeindevorstand am 10.3.1980 eine Bürgerversammlung nach § 8a Hessische Gemeindeordnung durchzuführen. Dazu wurde für den 21.4.1980 in die Aula der Mittelpunktschule eingeladen. Für das Gespräch mit den Bürgern aus Niedereisenhausen standen neben Bürgermeister Klingelhöfer, Vertreter aus Gemeindevorstand, Gemeindevertretung und Ortsbeirat zur Verfügung. Die Vertreter des Landesamtes für Denkmalpflege (Landeskonservator Dr. Gottfried Kiesow), der Kirchenleitung der ev. Kirche, der Kirchengemeinde Nidda und der politischen Gemeinde Nidda sprachen sich für die Versetzung der Kirche aus.

Die praktisch schon bereits beschlossenen Pläne zur Versetzung der Kirche wurden von der örtlichen Bevölkerung zurückgewiesen, sie wollte ihre alte Kirche behalten und nicht aufgeben.

Der Vertreter des Kreisausschusses, die Vertreter des Denkmalbeirats des Landkreises und des Förderkreis Alte Kirchen dagegen votierten für die Erhaltung der Kirche in Niedereisenhausen. Fazit der Bürgerversammlung aus Sicht der Bürger war, „dass man die alte Kirche in Niedereisenhausen belassen muss“.

Am 28.4.1980 sprach sich der Gemeindevorstand unter Zurückstellung erheblicher (finanzieller) Bedenken für die Übertragung der Kirche an den Förderkreis Alte Kirchen aus.

Ute und Detlef Ruffert, Alte Kirche Niedereisenhausen, Geschichte – Renovierung – Nutzung, 2021

21. Jahrhundert

2006

Gründung einer Initiativgruppe in Niedereisenhausen zur Erhaltung und Nutzung der Alten Kirche. Erste Überlegungen für ein Nutzungskonzept werden erarbeitet.

Das Dach, der Turm und vor allem der  Innenraum befinden sich in einem schlechten Zustand.

2007

Die Süddachfläche wird erneuert  mit Mitteln von Denkmalpflege, Landkreis, Gemeinde und Ortsbeirat Niedereisenhausen. Im Sommer beginnen die Vorbereitungen für die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm für den Ortsteil Niedereisenhausen mit der Beteiligung am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Geplant ist, die Kapelle als Projekt in die Planung zur Neugestaltung des Dorfmittelpunktes, gemeinsam mit dem historischen Backhaus, einzubringen. Die Initiativgruppe verstärkt die Öffentlichkeitsarbeit.

Veranstaltungen werden in der Kapelle angeboten, Kontakte werden geknüpft.

Nach 45 Jahren des Leerstands findet  wieder der Gedenkgottesdienst am Jakobustag, 25. Juli, in der Kapelle statt.

Erstmals wird die Kapelle am Tag des offenen Denkmals für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Führungen werden angeboten. Örtliche Vereine tragen zum Programm bei. Im Oktober findet ein Gitarrenkonzert in der Kapelle statt.

Der Landschaftsverband Rheinland nimmt Kontakt auf, weil die erste Etappe des Jakobs-Pilgerwegs von Marburg nach Köln bis Niedereisenhausen führt. Viele Pilger besuchen die Kapelle.

2008

Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Ein umfangreiches Programm für die Bewertungskommission wird zusammengestellt. Ergebnis ist eine „erfolgreiche Teilnahme“. Die Bewertungskommission formuliert in ihrem Gutachten: „An den historisch gewachsenen Ort erinnern noch die Dorfkirche, das Backhaus und einige gut erhaltene Fachwerkgebäude“. Die Kirche und das Backhaus sind damit die wichtigsten Gebäude für die Dorferneuerung.

Veranstaltungen: Gitarrenkonzert in der Kapelle, Gottesdienst Jakobustag

2009

Im März gründet sich im Rahmen der Dorferneuerung der Verein „Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V.“ mit dem Ziel, die denkmalgeschützte Kapelle zu erhalten und deren kulturelle Nutzung zu gewährleisten. Seit dieser Zeit bemüht sich der Verein um die Eigentumsübernahme der Kapelle durch die Gemeinde, damit eine Förderung im Dorferneuerungsprogramm ermöglicht wird.

Veranstaltungen: Tag des offenen Denkmals in und um die Kapelle sowie Malaktion für Kinder.

Die Kapelle ist das Wahllokal in Niedereisenhausen für die Wahl zum Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Obereisenhausen.

2010

Im Rahmen der Dorferneuerung wird im Juli die Sanierung der historischen Kapelle zur kulturellen Nutzungszuführung im Gesamtinvestitionsrahmen der Dorferneuerung Niedereisenhausen von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen mit 250.000 € als erstes und wichtigstes Projekt aufgenommen.

Während des Gedenkgottesdienstes am Jakobustag wird daran erinnert, dass die Turmuhr 100 Jahre alt ist. Beteiligung an dem Projekt des evangelischen Dekanats „Nacht der offenen Kirchen“ mit „Kino in der Kapelle“, außerdem „Sommernachtskino in der Kapelle“

2011

Im April besuchen nationale und internationale Fachleute im Rahmen einer Exkursion der Werkstatt-Tagung „Kirchen im Dorf lassen“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Landesdenkmalpflege in Marburg unsere Kapelle.

Erste Kontakte mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz werden aufgenommen. Das Hessische Fernsehen berichtet von dem Besuch in unserer Kapelle.

Bei der Tagung in Dresden des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz zum Thema „Kommunizieren-Partizipieren“ (Neue Wege der Denkmalvermittlung) kann die 1. Vorsitzende die Strategie des Vereins  zur Erhaltung der alten Kapelle in Niedereisenhausen vorstellen. Als Leitidee führt sie aus:

„Die erfolgreichste Strategie für die Erhaltung der Kapelle ist die Nutzung“

Am 8.12. lehnt die Gemeindevertretung der Gemeinde Steffenberg die für die Umsetzung des Projektes im Rahmen der Dorferneuerung angestrebte Übernahme der Kapelle durch die Gemeinde in namentlicher Abstimmung ab (Abstimmung: 7 Ja, 8 Nein, 2 Enthaltungen). Die  Ablehnung des genehmigten Projektes stößt bei allen ehrenamtlich Engagierten auf  großes Unverständnis.

Veranstaltungen: Kinderkino in der Kapelle, Sommernachtskino für Erwachsene

Die Computerpräsentation mit dem Titel „Strategien für die Erhaltung einer mittelalterlichen Dorfkirche“ ist  im Internet und in der Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz Band 82 „Kommunizieren – Partizipieren  Neue Wege der Denkmalvermittlung“ Herausgeber: Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz, Bonn, 2012 veröffentlicht.

2012

Gemeinde und Fachdienst Dorferneuerung präsentieren eine neue Idee: Die Gemeinde übernimmt das Eigentum für die Zeit der Instandsetzung und übergibt es danach an den Verein im Wege eines langfristigen Mietvertrages.

Die ermittelten Kosten für die Renovierung in Höhe von 260.000,— € sollen gevierteilt werden zwischen Stiftung, Gemeinde, Denkmalpflege und Dorferneuerung. Dabei hätte sich auf Vorschlag der Gemeinde der Verein an den Anteilen der Gemeinde und der Dorferneuerung mit 30.000,— € beteiligen sollen. Diese Idee wurde nicht weiter verfolgt.

Veranstaltungen: Kirmesgottesdienst am Trinitatissonntag. Kino in der Kapelle für Jugendliche und Erwachsene an vier Abenden. Im Gottesdienst zum Jakobustag wird ein Theaterstück über das Gelöbnis aufgeführt.

HR4 berichtet aus unserer Kapelle über einen Besuch von Pilgern.

Tag des offenen Denkmals zum Thema Holz mit Aktionen für Kinder (Holzbrennarbeiten) und Erwachsene sowie Vortrag von Angus Fowler zum Thema: „Holz und Fachwerk in der Kapelle““.

Nacht der offenen Kapelle: Lesung moderner Psalmübersetzungen und Lieder des kath. Kirchenchors Breidenbach.

Benefizkonzert mit klassischen Orgelwerken auf der elektronischen Orgel mit Dekanatskantor Kirchenmusikdirektor Burghardt   Zitzmann für die Erhaltung der Kapelle.

2013

Überarbeitung des Nutzungskonzepts für die Kapelle.

Die Gemeindevertretung fasst am 9.3.2013 einen erneuten Beschluss gegen eine Eigentumsübernahme wegen angeblicher hoher Haushaltsbelastungen durch die möglichen späteren Abschreibungen des Gebäudes. Das vorrangige Projekt im Rahmen der Dorferneuerung kommt damit endgültig nicht zu Stande. Die Enttäuschung für den Verein und alle Aktiven ist riesengroß.

Der Gemeindevorstand kommt sogar noch auf die Idee, das Läuterecht  (ein Hoheitsrecht der Gemeinde) an den Verein zu veräußern und damit zu privatisieren. Aber dies wird vom Verein abgelehnt, weil es rechtlich unmöglich ist.

Besuch einer Delegation des internationalen Netzwerkes „Future for Religious Heritage (FRH Europe)“ unter Leitung von Angus Fowler mit Teilnehmern aus der skandinavischen Staatskirche, der englischen Denkmalbehörde, der französischen Schwesterorganisation von FRH Europe und anderen.

Veranstaltungen: Tag des offenen Denkmals mit Führungen in der Kapelle und Lesungen aus der Chronik sowie einer Computerpräsentation über die Bemühungen zum Erhalt der Kapelle.

Kirmesgottesdienst in der Kapelle zum Trinitatissonntag, Gottesdienst zum Jakobustag. Kino in der Kapelle für Jugendliche und Erwachsene an vier Abenden.

2014

Nur nicht aufgeben!

In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege, Herrn Dr. Bernhard Buchstab, kommt es zu einer positiven Wende und einer tragfähigen Lösung aller Probleme zur Rettung des historischen Gebäudes.

Das Landesamt für Denkmalpflege fordert von der Gemeinde die bereits zugesagten Fördermittel der Stiftung für die Außenrenovierung zurück, um die Renovierung nun gemeinsam von dem Eigentümer der alten Kirche, dem Förderkreis Alte Kirchen e.V. und dem Verein Dorf(er)leben e.V. durchführen zu können.

Der Förderkreis beauftragt den Verein Dorf(er)leben anschließend mit der Bauträgerschaft. Mit der Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Zuwendung des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege und einem Zuschuss der Gemeinde wird die Finanzierung der Außenrenovierung gewährleistet.

Im März beginnen die Bauarbeiten. Das Gerüst wird im Juli aufgestellt. Bis zum Jahresende sind die Außenarbeiten bereits abgeschlossen.

Besichtigung der Kapelle aus Anlass der Bauarbeiten durch den 1. Beigeordneten des Landkreises.

Veranstaltungen: Tag des offenen Denkmals in der Kapelle mit Fotoausstellung über die Renovierung.

Gottesdienst zum Jakobustag. Wieder Kinoprogramm und erstmals Kinderkino im Rahmen des Ferienspielprogramms der Gemeinde.

2015

Mit einer Zuwendung des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, einer Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und einer Zuwendung aus Mitteln des Denkmalschutz-Sonderprogramms des Bundes und Eigenmitteln wird die Innenrenovierung begonnen. Den  Bewilligungsbescheid des Denkmalschutz-Sonderprogramms überreicht Sören Bartol (MdB).

Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals zur Information über die Renovierungsarbeiten (in der Baustelle).

2016

Der Verein Dorf(er)leben e.V. erwirbt das eingetragene Baudenkmal vom Förderkreis Alte Kirchen e.V. Am 10. Juni 2016 wird der Schenkungs- und Übertragungsvertrag abgeschlossen.

Die Glocken mit Dachreiter verbleiben im Eigentum der Gemeinde Steffenberg. Ebenfalls verpflichtet sie sich, die derzeitige Ausübung ihres Läuterechtes zu gewährleisten.

Die wesentlichen Arbeiten an der Innenrenovierung werden abgeschlossen. Im September bewirbt sich Dorf(er)leben Niedereisenhausen für den Denkmalschutzpreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Erstmals feiert ein Ehepaar aus Niedereisenhausen einen Gottesdienst zu seiner Goldenen Hochzeit in der Kapelle. Ebenfalls zum ersten Mal findet „Adventliches“ in der Kapelle statt, ein Weihnachtsmarkt von heimischen Ausstellerinnen.

Anlässlich der „Criminale“ schreibt Klaus-Joachim Frahm einen Kurzkrimi  mit dem Titel „Der Tote im Fachwerk“. Die Handlung spielt in der  alten Kirche. Die Geschichte erscheint in dem Buch „Soko Marburg-Biedenkopf“, Hrsg. Christina Bacher, Verlag KBV, Hillesheim, 2016. Die Vorstellung der Geschichte findet im Rahmen einer Lesung in der Pizzeria „Roma“ in Niedereisenhausen mit dem Autor statt

Veranstaltungen: Tag des offenen Denkmals: Zum Thema „Gemeinsam Denkmäler erhalten“ wird die fast fertige Kapelle der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Gedenkveranstaltung des Ortsbeirats Niedereisenhausen zum Volkstrauertag findet in der Kapelle statt. Unsere ausländischen Mitbürger nehmen an der feierlichen Stunde teil.

2017

Während des Dorfmarktes am 2. Samstag im März bieten Frauen aus der Gemeinde österliches Kunsthandwerk in der Kapelle an.

Am Trinitatissonntag findet zur Kirmes ein Mundartgottesdienst mit Pfarrer Dr. Dieter Becker aus Niedereisenhausen statt.

Und der jährliche Gedenkgottesdienst zum Jakobustag kann wieder in der Kapelle stattfinden.

10. Januar 2017: Der 1. Beigeordnete des Landkreises Marburg-Biedenkopf überreicht den Denkmalschutzpreis des Landkreises.

Das Hessische Landesamt für Denkmalpflege schlägt unsere alte Kirche für den Hessischen Denkmalschutzpreis 2017 vor. Am  10.5.2017: Besichtigung durch die Jury.

17. August 2017: Im Schloss Biebrich in Wiesbaden nimmt der Vorstand den Hessischen Denkmalschutzpreis 2017 durch Kunst– und Kulturminister Boris Rhein, Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer Lotto-Hessen GmbH und Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen entgegen.

10.9.2017 – Einweihung: Tag des offenen Denkmals

Der Tag der offenen Tür war der zweite Teil der Veranstaltungen zum Abschluss der Renovierung. Eine große Zahl Neugieriger aus der Gemeinde und den Nachbargemeinden besuchte während des Tages die Kapelle.

Es war ein Tag der Begegnung mit vielen interessanten Gesprächen in und vor der Kapelle.

Der Verein Dorf(er)leben hatte ein umfangreiches Programm vorbereitet. Führungen durch die Kapelle bis auf den Speicher zu den Glocken im Turm wechselten sich ab mit kulturellen Angeboten.

Der Männergesangverein Niedereisenhausen und Dekanatskantor Burghardt Zitzmann brachten ein abwechslungsreiches Programm, bei dem sich wieder zeigte, über welch gute Akustik die Kapelle verfügt.

2018

Am 7. September 2018 überbringt Ulrich Althaus, Ortskurator Marburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) im Beisein von Oliver Pohland von Lotto Hessen eine Bronzetafel für die Kapelle mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“.

Die erste Vorsitzende Ute Ruffert nimmt mit Mitgliedern des Vorstands die Plakette in Empfang.

Zusammenfassende Darstellung 2006-2018 siehe auch:  Beitrag im Jahrbuch des Landkreises Marburg Biedenkopf 2018 von Ute und Detlef Ruffert, Hrsg.: Landkreis Marburg-Biedenkopf, Marburg, Dezember 2017

„Keine konservierte Geschichte,
sondern lebendiges Denkmal.“

Über den offiziellen Abschluss der Sanierung berichtet Sascha Valentin:

„Drei Jahre lang haben sich die Arbeiten an der alten Dorfkapelle in Niedereisenhausen hingezogen – nun wurde das Projekt Sanierung mit einem Festakt endgültig abgeschlossen. Dabei lobten die geladenen Ehrengäste die mutige Entscheidung des Dorfvereins, sich des baufälligen Gebäudes angenommen und es wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt zu haben. Auf diese Weise habe er ein Stück wertvolle Kultur erhalten, sagte Bezirkskonservator Dr. Bernhard Buchstab. Er gab aber auch zu, zunächst Angst gehabt zu haben, „dass die Kapelle totrestauriert wird.“ Aber es sei allen Beteiligten gelungen, den Charme der Vergangenheit, den die Kapelle trotz oder gerade wegen ihrer Mängel ausgestrahlt habe, zu erhalten. Mit dem Abschluss der Sanierung ende die Arbeit des Vereins aber keineswegs, betonte Buchstab. Nun gelte es, den Funken des Engagements auch auf die folgenden Generationen überspringen zu lassen, damit die Kapelle nicht noch einmal dem Verfall anheim gegeben wird.

„Ausdauer, Beharrlichkeit und Engagement – diese drei Werte haben die Arbeit des Dorfvereins in den vergangenen Jahren geprägt“, stellte auch Landrätin Kirsten Fründt (SPD) fest. Als sie 2013 das erste Mal in die Kapelle gekommen sei, habe eher Verzweiflung denn Hoffnung geherrscht. Umso mehr freue sie es zu sehen, dass diese Verzweiflung gewichen und was Wunderbares daraus geworden ist. Dem schloss sich auch Bürgermeister Gernot Wege (parteilos) an. Der Verein habe die Flinte nicht ins Korn geworfen, als feststand, dass die Kapellensanierung nicht über die Dorferneuerung finanziert werde. Stattdessen seien andere Wege eingeschlagen worden, um das Ziel zu erreichen. „Nun ist es unsere Aufgabe, die Kapelle mit Leben zu füllen“, stellte Wege fest.

„Wenn man sieht, wie es jetzt ist, und weiß, wie es davor war, sind alle Mühen und Schmerzen vergessen“, freute sich auch Bundestagsabgeordneter Sören Bartol (SPD) mit und für den Dorfverein. Er habe eine neue Perle im Landkreis geschaffen: Keine konservierte Geschichte, sondern ein lebendiges Denkmal.

Das zeigte sich auch während der Einweihungsfeier. So umrahmten Michael Simon und Simon Graf die Feierstunde mit dem beschaulichen Klang ihrer Gitarren.

Ebenso die Künstlerin Johanna Krämer, die der Kapelle einen „Engel der Heiterkeit“ geschenkt hatte und über die Aussage dieses Bildes meditierte. In dem Bild solle sich dasselbe facettenreiche Leben widerspiegeln, wie es auch die Kapelle in den hunderten Jahren ihres Bestehens erlebt habe. „Der Engel der Heiterkeit will uns daran erinnern, das Zeitfenster von der Geburt bis zum Tod mit Menschlichkeit und Liebe zu füllen“, betonte Krämer.

Auf diese Weise solle es auch künftig mit der Kapelle weitergehen, sagte Ute Ruffert, Vorsitzende des Dorfvereins. Konzerte, Ausstellungen, Lesungen – all das steht in dem Konzept, das der Verein für die Nutzung seiner Kapelle entworfen hat.

Neben dem Dorfverein gebühre aber auch dem Förderkreis Alter Kirchen ein Dank, stellte Bernhard Buchstab fest. Der hatte in den 70er Jahren nämlich die Kapelle übernommen und sie dadurch vor dem Abriss bewahrt. Erst im vergangenen Jahr hatte der Dorfverein das Gebäude dann zurückgekauft.

Nachdem Detlef Ruffert die Broschüre vorgestellt hatte, in der der Dorfverein die Geschichte und Sanierung der Kapelle nachzeichnet, sorgte Christoph Kaiser für ein gelungenes und pointiertes Schlusskapitel.

Auf Platt ließ er sich humorvoll darüber aus, warum man denn so viel Geld in so ein altes Gebäude stecke, das dann noch nicht einmal eine Heizung habe und nur kahle weiße Wände.

Dann schaltete er auf Hochdeutsch um und fragte, wer seine Ausführungen gerade nicht vollends verstanden habe, worauf tatsächlich einige Finger nach oben gingen. So sei es immer, wenn man sich über etwas Altes unterhält, stellte Kaiser fest: „Da treffen zwei Welten aufeinander.“ Sicherlich könne man mit dem nötigen Geld vieles neu und schöner machen. „Aber die Frage ist doch, wäre Hessen ohne die alten Burgen und Schlösser, Fachwerkhäuser und Kapellen noch unsere Heimat?“, gab er zu bedenken. Altes zu pflegen, bedeute auch stets, die eigene Identität zu bewahren. Und wie wichtig das sei, merke mancher leider erst dann, wenn das Alte verloren gegangen ist, so Kaiser. Glücklich könnten sich die Niedereisenhäuser schätzen, dies nicht erfahren haben zu müssen.“

„Dass die Alte Kirche bis heute und nun auch in Zukunft „er-lebt“ werden kann, verdankt sie dem außergewöhnlichen Engagement vieler Bürger, gegen alle Widerstände.“

Grußworte zur Einweihung

Liebe Mitglieder des Vereins Niedereisenhausen Dorf(er)leben,

zur Fertigstellung der alten Kirche in Niedereisenhausen möchte ich Ihnen herzlich gratulieren. Es war für alle ein langer und oft nicht einfacher Weg bis hierhin. Vielen Dank, dass Sie den Mut hatten, diesen Weg gemeinsam und mit Unterstützung der Denkmalpflege zu beschreiten. Gerne erinnere ich mich an die gemeinsame Sitzung im Wohnzimmer der Familie Ruffert, in der wir die Entscheidung gefällt hatten, das Projekt  zusammen anzugehen.

Wenn man jetzt, am Ende der Sanierung, das Ergebnis sieht, können Sie stolz darauf sein. Es hat sich gelohnt! Gerade die Alte Kirche verkörpert wie kaum ein anderes Gebäude die Geschichte von Niedereisenhausen und lässt sie wieder lebendig werden.

Deshalb war es ein besonderes Anliegen für die Restaurierung, besonders auch des Innenraums, den überkommenen Zustand der Kirche zu bewahren. Es sollte eben nicht alles wie neu wirken und glänzen, sondern auch weiterhin die Patina behalten – dennoch sollte die Kirche aber für die zukünftige Nutzung gut aufgestellt sein. Dieser Spagat ist vorbildlich gelungen. Eine Bestätigung hierfür ist die Auszeichnung sowohl mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises wie auch mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis.

Genauso ist aber auch dem Architekten und den Handwerkern zu danken, die eine hervorragende Umsetzung der gemeinsam entwickelten Zielsetzung erst ermöglichten. Der Garant für den Erfolg ist letztlich doch immer die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Dies habe ich an der alten Kirche in Niedereisenhausen wie an kaum einer anderen Baustelle erlebt. Deshalb hat dem Denkmalpfleger die Zusammenarbeit mit Ihnen allen viel Spaß bereitet.

Nicht vergessen sei schließlich der Förderkreis Alte Kirchen, ohne den es die alte Kirche nicht mehr geben würde. Da der Förderkreis während des überwiegenden Teils der Sanierung noch Eigentümer der alten Kirche war, begleitete er die Arbeiten sehr konstruktiv und wohlwollend.

Der andere, zukünftige Teil Ihrer Arbeit zur Erhaltung der Kirche wird gleichwohl kaum weniger anstrengend sein: sie dauerhaft nun mit Leben zu füllen. Es müssen sicher nicht viele oder große Veranstaltungen sein, wichtiger ist womöglich deren Kontinuität.  Dazu bedarf es oftmals eines langen Atems. Seien Sie versichert: Es lohnt sich!

Deshalb wünsche ich Ihnen weiterhin viel Kraft und Erfolg bei allem, was zur Erhaltung der alten Kirche gehört. Denn nur wer die Geschichte kennt, kann die Zukunft gestalten.

Herzlichst,
Ihr
Bernhard Buchstab

Wir erhalten Einzigartiges

„Dorf(er)leben ist der Name des Fördervereins für die Dorfkirche in Niedereisenhausen, der gleichzeitig Programm ist. Den Fachwerkbau wieder ins Leben der Gemeinde zurück zu holen, war ein langer Weg, bei dem der  Verein viele Helfer hatte. Mit enorm langem Atem haben hier engagierte Bürger und gleich zwei Vereine den Erhalt eines historischen Gebäudes seit den 1980er Jahren betrieben. Kulturveranstaltungen, Kino, Vorträge, Konzerte finden hier statt.

Wohl schon im 13. Jahrhundert entstand an dem Straßenknotenpunkt Nähe der Furt über die Perf eine Kapelle. Bis heute liegt die im Kern mittelalterliche kleine Saalkirche zentral im Ort. Das hohe, aus Bruchstein erbaute Erdgeschoss stammt vermutlich vom mittelalterlichen Vorgänger. Spätere Generationen bauten darauf um 1660, nach einem schweren Hagel- oder Unwetterschaden, ein kräftiges Fachwerkgeschoss mit Dachreiter. Der Westeingang wurde im 19. Jahrhundert auf die Südseite versetzt, im Barock im Inneren Kanzel und Empore eingebaut – jede Generation ergänzte oder veränderte den Kirchenbau. Bis heute prägt die Kirche das Ortsbild, als Exempel für eine regionaltypische Kirche – und sie birgt die Geschichte des Ortes wie kein anderes Gebäude.

Dass sie bis heute und nun auch in Zukunft „er-lebt“ werden kann, verdankt sie dem außergewöhnlichen Engagement vieler Bürger, gegen alle Widerstände. Die vielfältigen Aktivitäten hielten den Kirchenbau im Gedächtnis und im Herzen der Menschen. Dieses Engagement überzeugte über die Ortsgrenzen hinaus im Land Hessen und beim Bund und auch bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Bonn.

Für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist gerade dieses ehrenamtliche Engagement ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl ihrer Förderprojekte aus der Vielzahl der Anträge, die uns erreichen. Denn nur mit engagierten Eigentümern und einem guten Nutzungskonzept haben unsere Baudenkmale eine nachhaltige Zukunft.

Nicht zuletzt da die DSD 2013 und 2015 dank ihrer Spender und den Erträgnissen der GlücksSpirale insgesamt über 85.000 Euro für die Außen- und Innensanierung zur Verfügung stellte, konnten auch andere Fördermittel in Anspruch genommen werden.

Nun wird es hier weiterhin einen Ort der Gemeinde, einen Ort für Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen und Führungen geben. Hier hat die Vergangenheit eine Zukunft bekommen. In Niedereisenhausen wurde Einzigartiges erhalten und von den Menschen begeistert angenommen. Für diese Begeisterung für den Denkmalschutz wirbt die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz weiterhin – um Mitstreiter und um Förderer.

 

Ulrich Althaus
Ortskurator Marburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Will man das große Engagement des Vereins Dorf(er)leben in Niedereisenhausen beschreiben, so fallen mir im Dreiklang die Begriffe „Beharrlichkeit“, „Ausdauer“ und „Engagement“ ein!

Trotz aller widrigen Umstände und vieler Wendungen gegenüber dem ursprünglich geplanten Ablaufverfahren, haben sich die Vereinsmitglieder nicht unterkriegen lassen! Ihr Ziel war es, die schöne, alte Kapelle zu sanieren und wieder nutzbar zu machen. Während andere vielleicht aufgegeben hätten, haben die Mitglieder Beharrlichkeit bewiesen, sich neue Partner gesucht und sind selbst nicht davor zurückgeschreckt, die Kapelle zu erwerben und damit als Eigentümer in der Verantwortung zu stehen!

Auch Ausdauer war vonnöten, denn bis zum Ziel der sanierten Kapelle sind viele Jahre vergangen. Die ursprüngliche Förderung über die Dorferneuerung ließ sich leider nicht realisieren und trotzdem fanden die Beteiligten einen Weg, um zum Ziel zu gelangen. Neben Fördergeldern aus dem Landesamt für Denkmalpflege konnten auch Mittel aus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gewonnen werden.

Schließlich ist das Engagement zu nennen. Das Erreichen eines solchen Ziels ist nur möglich, wenn Menschen dahinter stehen, die sich stark persönlich einbringen! Dazu zähle ich auch Menschen in den verschiedensten Funktionen außerhalb des Vereins. Nur wenn man sich über Jahre hinweg so engagiert und nach kreativen Lösungen sucht und diese auch findet, ist es möglich, trotz aller Widrigkeiten zum Ziel zu gelangen.

Und es ist ein gutes Zeichen, dass es gelungen ist, die Kapelle schließlich zu retten. Die schöne, nunmehr sanierte alte Kapelle in Niedereisenhausen ist daher auch das sichtbare Ergebnis von Beharrlichkeit“, „Ausdauer“ und „Engagement“.

Dafür sage ich persönlich und im Namen der Kreisgremien herzlich danke und hoffe, dass dieses Kleinod noch lange erhalten bleibt.

 

Ihre
Kirsten Fründt
Landrätin

Es freut mich persönlich sehr, dass die Renovierung und denkmalgerechte Instandsetzung der Kapelle Niedereisenhausen nach nunmehr über dreijähriger Bautätigkeit ihren Abschluss gefunden hat.

Das Projekt als solches, war eigentlich schon im Jahre 2006 zentrales Thema bei dem Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und war somit Vorreiter für die Dorferneuerung Niedereisenhausens für die Jahre von 2009 bis 2017.

Im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes für die Dorferneuerung Niedereisenhausen war die Sanierung und Renovierung der Kapelle das zentrale Projekt, welches auch so von der Gemeindevertretung verabschiedet wurde. Allerdings fehlten der Kommune in der Folge der Finanzkrise 2009/2010 die finanziellen Mittel, ein solches kostspieliges Renovierungsvorhaben finanziell zu stemmen und als freiwillige Leistung zu tragen.

Die Dorferneuerung drohte in Gänze für den kommunalen Bereich zu scheitern. Letztlich ist es dem im Zuge der Dorferneuerung gegründeten Verein Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V. zu verdanken, dass über andere Wege, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, dem Amt für Denkmalpflege Hessen und aus Bundesmitteln die erfolgreiche Mittelbeschaffung zur Renovierung geleistet werden konnte. Manchmal muss man eben Umwege gehen, um so sein Ziel zu erreichen. Insofern gilt das nachfolgende Zitat von Gotthold Ephraim Lessing: „Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ohne Ziel umher irrt.“

Mein Dank, auch im Namen aller gemeindlicher Gremien, gilt dem Förderkreis Alte Kirchen e.V, dem Bezirkskonservator des Amtes für Denkmalpflege in Hessen, Herrn Dr. Buchstab, Herrn Architekten Franziskus Hartmann, den arbeitsausführenden Handwerksbetrieben und vor allem Frau Ute Ruffert, als 1. Vorsitzende des Vereins Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V. für ihre Beharrlichkeit und ihr persönliches Engagement, der Dorfbevölkerung ein solches Kulturdenkmal, das älteste in Niedereisenhausen, erhalten zu haben. Erste Preise und Auszeichnungen, wie der Denkmalschutzpreis des Landkreises Marburg-Biedenkopf 2017 und der Hessische Denkmalschutzpreis 2017 zeugen bereits jetzt von einer gelungenen Renovierung und Restaurierung.

Möge die Kapelle nun Ort für kirchliche, musikalische, künstlerische  oder kulturelle Veranstaltungen sein und so mit Leben gefüllt werden. Dem neuen Eigentümer der Kapelle, dem Verein Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V. wünsche ich jederzeit eine glückliche Hand und für die Zukunft ein gutes Gelingen.

Mit freundlichen Grüßen

Gernot Wege
Bürgermeister
Gemeinde Steffenberg

Herzliche Glückwünsche an „Dorf(er)leben Niedereisenhausen“ und seine Vorsitzende, Frau Ute Ruffert, zum wohl verdienten Hessischen Denkmalschutzpreis 2017!

Der Marburger „Förderkreis Alte Kirchen“ hat sich sehr gefreut, dass die Arbeit zur Erhaltung, Renovierung und Nutzung der Alten Kirche Niedereisenhausen seit der ersten Bestandssicherung und archäologischen und geschichtlichen Untersuchungen in den 1980er Jahren nun durch den aktiven Verein am Ort erfolgreich zu Ende geführt wurde und dass der Förderkreis das Eigentum an den Verein in örtliche Hände übergeben konnte. Wir freuen uns aber auch, dass die Gemeinde Steffenberg durch Wahrnehmung des öffentlichen Läuterechts weiterhin beteiligt bleibt.

Wir wünschen gerne eine weitere Zusammenarbeit in Zukunft zusammen mit anderen Vereinen und Initiativen, die ebenfalls aufgegebene Kirchen zu ihrer Rettung, Erhaltung und Nutzung übernommen haben, im regionalen, nationalen und internationalen Rahmen, z.B. im internationalen Verband „Future for Religious Heritage“ (Eine Zukunft für das religiöse Erbe). Die Arbeit des Vereins „Dorf(er)leben Niedereisenhausen“ gibt dafür ein sehr gutes Vorbild.

Wir wünschen dem Verein viel Erfolg in Zukunft mit seiner Arbeit.

Angus Fowler und Bettina Heiland,
Förderkreis Alte Kirchen e.V. (Marburg)

Liebe Freunde der alten Kirche in Niedereisenhausen,

ich freue mich mit Ihnen über die Vollendung der Sanierung der alten Kirche und hoffe mit dem Ergebnis, sowohl dem historischen Gebäude, als auch dem Verein Dorferleben mit seinen vielfältigen Projekten in der Kirche, gerecht geworden zu sein.

Ich möchte allen Beteiligten meinen Dank für die hervorragende Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen aussprechen.

Vor Allem den Handwerkern, die sehr sensibel mit der historischen Bausubstanz umgegangen sind.

Aber natürlich auch den fachlich Beteiligten aus Denkmalpflege, Tragwerksplanung und Restaurierung.

Der Verein Dorferleben mit Frau Ute Ruffert hat geduldig und mit viel Engagement die Bauherrenaufgaben übernommen und nicht nur planerisch an den Arbeiten teilgenommen, sondern auch Eigenleistung erbracht.

Es war ein tolles Team und eine Bauaufgabe die in Erinnerung bleiben wird.

Vielen Dank.

Franziskus Hartmann
Bauleitung

Nochmal Glück gehabt….

Wir sind glücklich und dankbar! Mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Denkmalschutz-Sonderprogramms des Bundes und der Gemeinde Steffenberg wurde die Renovierung unserer alten Kirche möglich.

Die alte Kirche hat es bis heute immer schwer gehabt, sich im Dorfmittelpunkt zu behaupten. Das begann nach Überlieferungen aus dem Jahr 1741, als der Kirchhof um die Kapelle nicht mehr genutzt wurde. Also wurden die an die Kapelle angrenzenden Grundstücke an die Nachbarn verpachtet. Und die Pacht ist dann ohne „einen Rechtsakt“ in das Eigentum der Nachbarn übergegangen. Im Laufe der Zeit wurde das Kulturdenkmal so eingeengt, dass wir heute gerade mal die Eingangstüre auf direktem Weg von der Straße erreichen.

Im 17. Jh. verfiel die Kirche so stark, dass nur mit Hilfe des Landgrafen von Hessen-Darmstadt und der von der kirchlichen Oberbehörde genehmigten Kollekten, mit Mitteln des Kirchenkastens und mit Holzlieferungen der Grafen von Nassau-Dillenburg die Kirche renoviert und ein Fachwerk-Obergeschoss aufgesetzt werden konnte.

Besonders kritisch für die Kirche wurde es im Jahr 1929. Im Zusammenhang mit einem Saalneubau an der benachbarten Gaststätte war der damalige Kirchenbaumeister Ludwig Hofmann bereit die Kapelle aufzugeben und plante einen Neubau an anderer Stelle. Glück gehabt, dass in der Zeit der Wirtschaftskrise die Mittel dafür fehlten.

1979, nachdem viele Jahre keine Gottesdienste mehr stattfanden und die Kirche erneut vom Verfall stark betroffen war, hatte die Gemeinde Steffenberg dann eine ganz clevere Idee. Ausgehend von einem Antrag einer Kirchengemeinde in Südhessen sollte das Kulturgut abgerissen, in Einzelteile zerlegt und dort aufgebaut werden. Außer einigen Holzbalken wäre von ihr nichts erhalten geblieben. Aber als der Plan umgesetzt werden sollte, gab es deutliche Widerstände der Bürger in der Gemeinde. Wieder Glück gehabt:  Der 1973 gegründete Förderkreis Alte Kirchen e.V. Marburg wurde Eigentümer der Kirche und rettete damit den Standort. Glocken und Turm blieben im Eigentum der Gemeinde Steffenberg.

Deshalb einen herzlichen Dank dem Förderkreis Alte Kirchen e.V., stellvertretend für den damaligen Vorstand heute insbesondere Frau Heiland und Herrn Fowler für ihr Engagement zur Rettung unserer alten Kirche. Herzlichen Dank Herrn Dr. Buchstab, Bezirkskonservator beim Hessischen Landesamt für Denkmalpflege in Marburg, für die Wertschätzung unseres Kulturdenkmals sowie die aktive und motivierende Unterstützung unseres Vereins, die schließlich zur Durchführung der Renovierung geführt hat.Herzlichen Dank Herrn Hartmann, Diplom-Ingenieur, für die kompetente und kreative Bauleitung der Außen- und Innenrenovierung und die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Die engagierte, sorgfältige, künstlerische Arbeit aller Mitarbeiter der beteiligten Firmen hat dazu geführt, dass die Kapelle in ihrer Ursprünglichkeit erhalten wurde. Herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben.

Den Mitgliedern unseres Vereins, vor allem den Vorstandsmitgliedern, ein Dankeschön für die tatkräftige und alle Frustrationen standhaltende Arbeit für die Kapelle.

Ich wünsche, dass in Zukunft unsere alte Kirche immer wieder Glück hat, sie als Kulturdenkmal einen festen Platz in der Gemeinde behält und viele anregende Veranstaltungen und Aktivitäten darin stattfinden.

Ute Ruffert
1.Vorsitzende Niedereisenhausen Dorf(er)leben e.V.